Kolumbien – Cali (5)

30.08.2015

Unser heutiges Ziel ist Cali. Mit rund 2,4 Millionen Einwohnern ist es die drittgrößte Stadt des Landes. Wir haben hier einen Kontakt, denn wir bereits in Mexiko von Toni aus Puebla bekommen hatten. Jorge Osorio ist noch U30, hat aber schon mit seiner „Milú“, einem kleinen (250ccm) chinesischen Motorrad, ganz Südamerika unsicher gemacht. Selbst der Winter hat ihn dabei nicht von der Fahrt ins eisige Patagonien abgehalten.
Er lebt gemeinsam mit seiner Freundin Katerine bei deren Eltern. Hier werden wir auch untergebracht. Da es für die Teneres über Nacht zu unsicher vor dem Haus ist, parken wir diese im Wohnzimmer zusammen mit Milú und dem Roller von Katerine. Max und Martin, die beiden Hunde von Katerine, übernehmen die Bewachung.

„Die Welt ist ein Dorf.“ Das haben wir nun schon des Öfteren mitbekommen und auch hier haben wir wieder mal ein Bespiel, wie klein die Welt ist. Als wir zusammen sitzen, zeigt uns Jorge ein Foto und fragt uns ob wir den Kerl darauf kennen. Es ist Ingo, den wir bereits aus Santiago (USA) kennen und immer mal wieder unterwegs getroffen haben. Die beiden haben sich an einer Ampel auf dem Weg nach Bogota kennengelernt und sind bei der Wartephase ins Gespräch gekommen.

Den folgenden Tag verbringen wir mal wieder mit Homeoffice. Ullis Notebook muss eingerichtet werden und Jorge besorgt uns eine Festplatte, die wir für die kommende Datensicherung benötigen. Schnell ist der Montag dann auch schon wieder verflogen.

Am Dienstag fahren wir zuerst gemeinsam mit Jorge Öl kaufen und dann in die Werkstatt ASTURIAS (www.asturias.com.co), um dort einen Ölwechsel zu machen und die Bikes zu checken. Da an der Gabel meiner Tenere schon seit einiger Zeit Öl austritt, nutzen wir hier die Gelegenheit und bitten Jorge (den Besitzer der Werkstatt) um seine Meinung. Er empfiehlt uns das Öl und die Dichtungen zu tauschen und hilft uns dabei. Zum Mittagessen kommt dann auch (unser) Jorge vorbei und wir lassen es uns nebenan bei „Crepes & Waffles“ schmecken. Am Nachmittag überprüfen und schmieren wir noch das Lenkkopflager, da dies gelegentlich Geräusche von sich gibt und in der Gabelbrücke etwas Spiel zu haben scheint. Trotz der Bereitstellung der Werkzeuge und des Platzes sowie der zeitintensiven Unterstützung durch Jorge (Werkstatt) bezahlen wir nur den Materialwert des Gabelöls und der O-Ringe. Vielen Dank für die tolle Unterstützung!

Nachdem alles wieder fahrbereit ist, holt uns Katerine, die ganz in der Nähe arbeitet, mit ihrem Roller ab und führt uns zu einem Aussichtspunkt in der Stadt, wo wir dann auch Jorge treffen. Hier sehen wir, welche Ausmaße die Stadt hat. Von der Stadt selbst bekommen wir ansonsten nicht allzu viel mit, da wir meist mit uns und den Bikes beschäftigt sind. Städte sind für uns ohnehin nur selten interessant. Jedoch bieten sie meist gute Möglichkeiten um Dinge zu besorgen oder verschiedene Sachen zu erledigen. So lassen wir zum Beispiel die gerissenen Nähte der Packtaschen nähen. Ulli baut Lampenschutzgitter aus Aluminium, um die Scheinwerfer vor möglichen Steinschlägen zu schützen. Der alte Schutz aus Plastik hat sich auf der letzten Schotterpiste zwischen Guatape un Manizales gelöst und verabschiedet. Die Lampenschutzgitter, die man im Zubehörmarkt kaufen kann sind mit mehr als 70 € pro Stück unverschämt teuer. Die handgebastelte Lösung hat uns für beide Teile zusammen umgerechnet circa 6€ kostet, allerdings auch einige Stunden Suche nach den passenden Materialien und den Arbeitsaufwand um das Gitter zurechtzuschneiden und anzupassen. Am Ende haben wir eine solide Lösung, die ihre Funktion erfüllen sollte und unseren Teneres einen „einzigartigen“ Look verpasst. Über Geschmack kann man nicht streiten.

Ehe wir uns versehen, ist schon wieder eine Woche vergangen. Da es nun schon wieder Wochenende ist, nutzen wir die Zeit und machen einen kurzen Campingausflug mit Jorge und Katerine zu einem See in der Nähe von Darien. Für einen Teil des Rückweges tauschen wir die Motorräder. Jorge und Katerine nehmen Platz auf meiner Tenere und ich nehme Milú. Ein paar Meter bin ich bereits vorher schon mit ihr gefahren, aber nun haben wir etwas mehr Zeit uns kennenzulernen. Der gravierendste Unterschied am Anfang sind die Bremsen. Bei dem kleinen Bike aus China muss man rechtzeitig und beherzt in die Eisen langen, damit man die gewünschte Verzögerung erzielt und mit der richtigen Geschwindigkeit die Kurve nimmt. An die Dosierung gewönne ich mich aber recht schnell und merke wie die Begeisterung wächst, dieses Leichtgewicht um die Kurven zu werfen. Ich hätte nicht gedacht, dass das so viel Spaß machen kann. Nachdem wir wieder zurücktauschen, muss ich mich mit der Bremse etwas zügeln und merke was für eine Masse ich nun bewege, obwohl ich kaum Gepäck dabei habe.

Zehn Tage sind wir nun schon in Cali bei Katerines Familie. Heute fahren wir wieder weiter in den Süden. Jorge begleitet uns mit seinem Motorrad noch ein Stück die Stadt hinaus, mit der Oma von Katerine auf dem Rücksitz. Wir haben uns sehr wohlgefühlt und hoffen, dass wir die Beiden irgendwann mal wiedersehen. Da die Beiden planen eine Weltreise zu machen, stehen die Chancen dafür gut.

430 Kilometer schaffen wir an diesem Tag noch und durchfahren auf dem Weg ein sehr trockenes Gebiet durch einen Canyon mit vielen schönen Kurven. Das Fahren macht hier richtig Spaß, jedoch machen uns die kolumbianischen LKW- und Autofahrer mit ihren Überholmanövern im Kurvenbereich ein wenig Sorgen und lassen uns daher unsere Geschwindigkeit etwas zügeln.
In Pasto haben wir keine so richtige Lust nach einer Unterkunft zu suchen und fahren über die Stadt hinaus, obwohl es schon Abend wird. Wir hoffen auf eine kleine günstige Unterkunft außerhalb der Stadt oder eine Möglichkeit zum Zelten. Es findet sich jedoch eine ganze Weile nichts und es wird schon dunkel. Schließlich finden wir eine Trucker Absteige neben einer Tankstelle und lassen uns dort erleichtert nieder, unser letzter Stopp in Kolumbien. Bevor es am 9. September über die Grenze nach Ecuador geht, machen wir noch einen kurzen Abstecher zu einer besonderen Kirche: Sanctuaire de Las Lajas (deutsch: Heiligtum unserer Dame von Las Lajas). Es handelt sich dabei um eine katholische Basilika, die sich in einem engen Tal befindet und besonders detailreich verziert ist. Da dies ein beliebtes Ausflugsziel für Kolumbianer und Ecuadorianer ist, sorgen die Menschenmassen für genügend Stress, sodass wir uns schnell wieder auf den Weg machen.

Ecuador wir kommen.

 


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Kolumbien – von Guatape bis Pijao (4)

13.-30.08.2015
 
Gemeinsam mit Ingo, Joey und Daniel fahren wir am Mittwoch nach Guatape, einem kleinem hübschen Städtchen, dessen Häuser zum Großteil mit bunten Reliefs an den Wänden verziert sind. Ohne Ingo, denn der ist bereist zurück in Medellin, machen wir uns mit einem Tuk Tuk auf den Weg zu dem großen Monoliten „El Peñón de Guatapé“. Der große Felsen sticht aus der umliegenden Landschaft sprichwörtlich heraus. Auf die Spitze des Felsens führen rund 700 Stufen und von hier aus haben wir einen genialen Panoramablick.   Dieser ist vor allem auch dem umliegenden See zu verdanken der zum Betreiben eines Wasserkraftwerks angelegt wurde. Auf ihm liegen zahlreiche Inseln und Halbinseln, die in ihrer Gesamtheit an ein riesiges Labyrinth erinnern.
 
Zwei weitere Tage hält es uns in diesem idyllischen Städtchen, aber dann müssen wir weiter, da wir mit Peter, dem Besitzer einer Pilzfarm, verabredet sind. Er empfängt Couchsurfer und arbeitswillige Reisende (http://reservalaguneta.com). Auf seiner Pilzfarm wollen wir uns ein wenig nützlich machen und für ihn ein paar Fotos erstellen, die er auf seiner Webseite einbinden kann. Damit wir auch verstehen, was da passiert und wir die Champignons ins rechte Licht rücken können, schließen wir uns zwei Tage den Frauen, die die Ernte übernehmen an und arbeiten mit ihnen. So brechen wir dann auch schon das Eis, was uns beim Fotografieren deutlich zugutekommt.
 
Unsere Unterkunft ist eine Art Holzhütte, in der wir unsere Isomatten und Schlafsäcke ausbreiten. Küche und Bad benutzen wir in Peters Haus. Ich weiß nicht wie lange es her ist, aber diese Dusche ist die beste seit langer Zeit. Wirklich warmes Wasser mit einem herrlich konstanten Druck. Ich wusste gar nicht wie sehr man so etwas vermissen kann. Ebenso die Küche, hier macht es endlich wieder richtig Spaß Essen zuzubereiten. Sauber und gut ausgerüstet. Man braucht also keine Bedenken haben, dass man den Geschmack der letzten zehn Malzeiten mitschmeckt.
 
Fürs Wochenende hat uns Peter eine interessante Runde schmackhaft gemacht, die wir die nächsten zwei Tage erkunden wollen. Es geht in den Nationalpark El Nevado. Peter ist hier selbst schon das eine oder andere Mal mit seinem fast schon historischen Land Rover herumgefahren und kann uns den Zustand der Strecke gut beschreiben. Unser Weg führt uns in das kleine Dorf Murillo. Bunte hölzerne Fassaden schmücken fast jedes der hiesigen Häuser und machen dieses Dörfchen sehr lebendig und sehenswert. Hinzu kommt, dass die Menschen hier Ponchos in unterschiedlichen Farben und Formen tragen. Alles ist sehr natürlich und dennoch sauber. Touristen scheinen sich hier her nur selten zu verirren. Hier fühlen wir uns wohl und wir beschließen über Nacht zu bleiben, so machen wir uns auf den Weg und suchen eine Unterkunft, die wir mit Hilfe der netten Dorfbewohner schnell finden. Schnell bringen wir alle Sachen aufs Zimmer, um dann die Teneres durchs Wohnzimmer in den Hinterhof zuschieben. Nachdem die sicher abgestellt sind, erkunden wir das quirlige Dorf. Pferde und Esel werden auf der Straße für den nächsten Arbeitstag vorbereitet, wir machen Fotos mit den aufgeschlossenen Einwohnern und werden sogar in den Hinterhof eines Hauses gebeten, um dort den Welpen anzusehen der drollig die Hühner hin und her jagt. Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Das Abendessen inklusive Getränk kostet uns dann zusammen nur rund 2,50 Euro. Die anstrengende Fahrt und die Höhe (rund 3000m) mit ihrer schnell anziehenden Kälte sorgen dafür, dass wir uns auf den Rückweg zu unserem Quartier machen. Trotz der niedrigen Temperaturen schlafen wir ganz gut.
 
Mit einem Frühstück beim Bäcker am Marktplatz beginnen wir den Tag. Entspannt schauen wir uns bei Kaffee, Tee und Gebäck das Treiben auf dem Marktplatz und im Geschäft an. Es hat den Anschein, dass der Poncho selbst zum Schlafanzug getragen und hier zum morgendlichen Spaziergang umgehängt wird. Sattgesehen haben wir uns leider noch lange nicht, aber die Fahrt geht weiter, weiter zu einem weniger erfreulichen Abschnitt dieser Region. Wir wollen nach Armero Viejo, einer Stadt, die am 13. November 1985 von einer Schlammlawine nach einem Vulkanausbruch des Nevado del Ruiz fast komplett zerstört wurde. Damals kamen fast 25.000 Menschen ums Leben. Wir besuchen ein kleines Museum in dem Fotos von der Katastrophe das kaum Vorstellbare zeigen. Sattelitenbilder verdeutlichen das Ausmaß dieses Unglücks. Besonders tragisch ist die Geschichte eines kleinen Mädchens, das in einem Loch mit Wasser feststeckt und nicht befreit werden kann, obwohl Hilfskräfte bereits vor Ort sind. Vor laufenden Kameras verabschiedet sich das Mädchen namens Omayra Sánchez von ihren Eltern und stirbt letztendlich an Unterkühlung. Schuld an der hohen Anzahl der Opfer ist eine folgeschwere Fehleinschätzung. Damals war man kurz davor die Stadt zu evakuieren, tat dieses aber nicht, da man glaubte die Region sei in Sicherheit. Die Überreste der Stadt kann man zu Fuß, mit dem Auto oder mit dem Motorrad besichtigen. Dabei fährt man gewissermaßen auf den alten Straßen, die jedoch durch den Schlamm ein bis zwei Meter unter uns liegen. Die gesamte Szenerie stimmt uns sehr nachdenklich.
 
Wir sind zurück auf der Pilzfarm und widmen uns einer Idee, die wir die letzten Tage hatten. Wir wollen für Peters neue Webseite ein kleines Video, eine sogenannte Zeitraffer-Aufnahme machen, die den Werdegang der Champignons zeigt. An einer Kiste befestigen wir eine GoPro-Actionkamera, die aller drei bis vier Sekunden ein Foto macht. Das vorläufige Ergebnis seht ihr hier:
 

 
Pijao die „Slow-City“
 
Uns führt die Straße nach Pijao in ein Gebiet, dass für den Kaffeeanbau bekannt ist. Pijao selbst ist ein kleines Städtchen, welche sich dem Konzept einer „Slow-City“ verschrieben hat. Kein Fast-Food, kein Stress, dafür ein entspanntes und gesundes Leben. Das ist der Plan. Pijao macht einen netten Eindruck, doch aus meiner Sicht unterscheidet es sich kaum von anderen Städten dieser Größe. Schön ist es trotzdem.
 
Wir haben eine Unterkunft gefunden, stehen aber vor verschlossenen Türen. Zum Glück hat dies auch Lily, die Nachbarin, mitbekommen und gibt uns zu verstehen, dass wir die Besitzerin anrufen müssen. Lily kommt zu uns auf die Straße und gemeinsam geht sie mit Ulli in das kleine Geschäft, direkt neben an. Dort befindet sich ein Telefon mit welchem die Besitzerin angerufen wird. Zu unserer Überraschung übernimmt Lily die entstandenen Kosten und zahlt den Anruf. Das sind zwar keine riesigen Kosten, aber eine verdammt nette Geste. Wenig später kommt auch noch eine weitere Nachbarin und schenkt uns eine Avocado. Langsam kommen wir ins Grübeln und fragen uns was hier nicht stimmt. So viel Gastfreundschaft ist doch nicht normal. Sehen wir so bedürftig aus? Wir haben keine Antwort.
 
Da wir uns hier nicht nur in einer Kaffee-Region sondern auch Bambus-Region befinden, besuchen wir das „Centro Bambu Nacional de Guadua“ und lassen uns von dem vielfältig einsetzbaren Material begeistern. Gemeinsam mit zwei Kanadierinnen bekommen wir eine Tour. Diego, der Guide ist überaus erfreut, dass wir noch zu dieser Führung stoßen, denn die beiden Kanadierinnen sprechen kaum ein Word Spanisch und er kaum Englisch. So fungieren wir als Dolmetscher. Ulli mehr, ich weniger. Unsere Bikes sind während der Tage in Pijao bei der hiesigen Feuerwehr untergestellt, die sich nicht weit von unserer Unterkunft befinden. Dort stehen sie sicher, da die Feuerwehrstation auch als Stützpunkt für die dortige Polizei genutzt wird.
 
Am Samstag machen wir dann noch mal die Gegend unsicher und begeben uns auf eine Wanderung. Entlang eines Weges zwischen Bananenplantagen geht es stets bergauf, bis wir auf eine kleine Lichtung stoßen, auf der Bambus wächst. Dort machen wir es uns gemütlich uns wollen die unterwegs gesammelten Mandarinen essen. Diese sind aber, obwohl sie reif aussehen, viel zu sauer und ich verziehe zur Freude von Ulli mein Gesicht. Auf dem Rückweg, bei einem kurzen Stopp an einem schönen Aussichtspunkt mit einem kleinen Kiosk, lernen wir Christobal und seine Freunde kennen. Er ist ein erfolgreicher Tierarzt und lädt uns auf eine Cola und ein Stück Kuchen ein. Wir kommen ins Plaudern und nach einiger Zeit lädt er uns zu sich auf die Ranch ein. Am Sonntag wollen wir uns mit einem von seinen Arbeitern treffen, der uns dann zu der Ranch bringt. Sonntags packen wir also unsere Sachen und wollen unsere Bikes bei der Feuerwehr abholen. Eigentlich wollten wir dort einige unserer Fotos zeigen und ein wenig über die Reise berichten, aber nachdem man von uns plötzlich Geld für das Abstellen der Teneres haben will, haben wir keine Lust mehr. Denn vorher haben wir diesen Punkt extra besprochen. Wir nehmen unsere Bikes und fahren zur Unterkunft. Dort beladen wir unsere Lastenesel und fahren weiter zu Kirche, wo wir uns mit dem Mitarbeiter von Christobal treffen wollen. Nach dem dort, auch nach fast anderthalb Stunden warten und zahlreichen Gesprächen mit Passanten, niemand auftaucht, machen wir uns auf den Weg. Die lateinamerikanische Pünktlichkeit ist uns bekannt, aber man muss ja nicht jeden Unsinn mitmachen nur weil es in einem Land so üblich ist. Wir geben an dem Kiosk vom Vortag Bescheid, dass wir am vereinbarten Ort gewartet haben und fahren weiter.
 


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Kolumbien – Ange-Eggt in Medellin (3)

Einige Tage später treffen wir uns mit alten Bekannten (Ingo, Joey, Daniel, Catharine, Les und später auch Matt und Heather) und neuen Gesichtern (wie zum Bsp. Moritz) in einem Hostel in Medellin wieder. Da hier am Wochenende ein großes Blumenfest (Feria de las Flores) stattfindet, sind leider viele Hostels voll oder zu teuer. So müssen wir in den sauren Apfel beißen und teilen uns dieses Mal einen Dorm für 16 Personen mit anderen Reisenden. Das ist nicht so unser Fall. Wir haben das Bett in der Mitte des Zimmers zugeteilt bekommen. Ständig rennen Leute um uns herum, wenn wir eigentlich schlafen möchten.

Am Samstag wollen wir uns die Vorbereitungen zu dem Fest in St. Elena ansehen, denn da sollen angeblich weniger Zuschauer dabei sein. Zuvor schauen wir uns aber noch ein paar Konstrukte aus Blumengestecken in der Stadt an. Diese sind allerdings eher enttäuschend. Leider sind wir nun etwas spät dran und schaffen es nicht mehr rechtzeitig nach St. Elena. Dafür haben wir aber eine interessante Fahrt mit der Seilbahn. Wenige Meter übern den Häusern geht es den Berg hinauf. Je höher wir kommen umso ärmlicher werden die Häuser und später die Hütten. Aber der Ausblick über der Stadt und den Rest des Tales wird mit jedem Meter den wir an Höhe gewinnen beeindruckender und zeigt uns die riesigen Ausmaße der Stadt, die sich wie ein Organismus vom Tal ausbreitet und die steilen Hänge hinauf wächst. Den Abend lassen wir im Park mit Bier und leckeren Hot-Dogs ausklingen. Während wir uns unterhalten, bekommen wir laufend Kaugummis angeboten. Wie wir nach kurzer Zeit und einigen versteckten Hinweisen mitbekommen, sind dies spezielle Kaugummis, welche Kokain oder andere berauschende Substanzen enthalten. Nein Danke, wir haben auch so genug Spaß.

Schnell merken wir, dass wir bei den Menschenmassen, welche sich am Sonntag ebenfalls die Parade ansehen wollen, keine Chance haben unsere Gruppe zusammenzuhalten. Einige treten, von der Menschenmasse genervt, schnell den Rückweg an. Der Rest teilt sich in kleinere Grüppchen und schaut sich das Spektakel an. Die Masse an Menschen erinnert ein wenig an die Love Parade. Gemeinsam mit Joey kämpfen wir uns bis an einen Platz direkt hinter der Absperrung an der Straße vor, an der die Parade vorbeizieht. Hier sehen wir, wie sich die Silleteros, die Träger der zum Teil riesigen und kunstvollen Blumengestecke, abmühen müssen um diese Blütenpracht auf ihren Rücken zu tragen. Einige dieser Gestecke sind rund 2 x 2m groß und wiegen mit Gestell bis zu 75kg. Früher haben einfache Arbeiter ihre Herren auf Stühlen, die sie auf den Rücken gebunden bekamen, durch schweres Gelände getragen. Solch einen menschlichen Träger nannte man „Silletero“ (Silla bedeutet Stuhl) und bei diesem Fest soll an die Leiden dieser Vorfahren erinnert werden. Zwischendurch sorgen diverse Tanzgruppen für etwas Abwechslung. Mit selbstgemachten Königsberger Klopsen für 11 Personen beenden wir diesen erlebnisreichen Tag entspannt im Hostel.

Am nächsten Tag wollen wir uns die „Comuna 13“ ansehen. Früher, das heißt bis gerade mal vor vier Jahren, war dieses Stadtviertel alles andere als einen Besuch wert. Mit hoher Wahrscheinlichkeit, hätte man dieses dichtbesiedelte Viertel nicht mehr lebend verlassen. 2011 wurden in Medellín trotz sinkender Mordrate immer noch über 1600 Menschen umgebracht. Arbeitslosigkeit, große Klassenunterschiede, starke soziale Spannungen und der anhaltende Bürgerkrieg waren ein fruchtbarer Boden um diese Gewaltbereitschaft wachsen zu lassen.

Jetzt ist davon allerding nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil! Wir fühlen uns in dem überaus farbenfrohen und mit vielen kunstvollen Graffitis verzierten Stadtteil sehr wohl. Ein besonderes Highlight ist hier eine der wohl längsten Rolltreppen der Welt. 348m, was umgerechnet rund 28 Stockwerken entspricht, welche mit den verschiedenen Segmenten der Rolltreppe bewältigt werden können. Dies ist besonders hier ein enormer Vorteil, denn nur einige Häuser sind bequem mit einem Auto von der Straße aus zu erreichen.

Wie es der Zufall so will, treffen noch weitere Bordmitglieder der Stahlratte in unserem Hostel ein. Etwas verdutzt sieht uns Christine an, als sie ins Hostel hereinkommt. Die Welt ist ein Dorf. Am späten Abend kommen dann auch Eli und Patrick zu uns. Zuvor schlendern wir aber noch mit Christine durch die Stadt und gönnen uns abermals einen der leckeren Hot-Dogs.

Ange-Eggt
Aber was ist das? „Platsch“. Auf dem Rückweg zum Hostel hören wir plötzlich ein sonderbares Geräusch und einige von uns merken, zum Teil schmerzhaft, dass sie etwas berührt hat. Es dauert einige Sekunden bis wir realisieren, dass die Insassen des vorbeifahrenden Pick-Ups Eier auf uns geworfen haben. Ich merke es erst gar nicht, aber auch mich hat es am Hosenbein erwischt. Wir fragen uns weshalb jemand Eier auf uns wirft. Ausländerfeindlichkeit oder einfach nur Langeweile von pubertierenden Jugendlichen. „Platsch“ Bevor wir zu einer Entscheidung kommen, treffen uns bereits die nächsten Eier. Unbemerkt kam der Pick-Up wieder von hinten an uns herangefahren. Und die Insassen hatten abermals ein leichtes Spiel mit uns, denn wer hätte schon gedacht, dass die noch mal wiederkommen. Ein drittes Mal kommen sie leider nicht vorbei…


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Kolumbien – Santander (2)

18.07 – 06.08.2015

Bei bis zu 41°C fahren nun auch wir in den Süden. Die Hitze und die langweilige Strecken machen uns zu schaffen, die Kühlung vom Fahrtwind ist nicht mehr nennenswert. So sind wir froh, dass wir die Stadt Bucaramanga weitestgehend umfahren können und nicht lange in der Hitze beim „Stop and go“ leiden müssen.
 
Kurz nachdem wir den Canyon Chicamocha passiert haben, finden wir auch schon einen netten Campingplatz, wo wir unsere Zelte aufschlagen. Das Ganze erinnert eher an eine kleine Kommune. Hier wird fast alles selbst angebaut, was man zum Leben braucht und mit diversen Bambuskonstrukten, wie Schaukeln oder Wäschespinnen, wird auch noch etwas Geld verdient. Javier, ist ein Mann der hier zu arbeiten scheint. Er lädt uns für den nächsten Tag zum Frühstück ein und zeigt uns die Gegend. Am Ende organisiert er auch noch einen Geländewagen mit dem wir alle gemeinsam zu einem grandiosen Aussichtspunkt fahren. Eigentlich wollte er, dass wir mit den Motorädern und ihm als Sozius dort hinfahren. Zum Glück haben wir das nicht gemacht, denn die Strecke ist so stark zugewuchert, dass wir mit dem Motorrad keinen Spaß gehabt hätten.
 
Heute trennen sich auch vorerst unsere Wege. Less und Catharine fahren eine andere Route als wir. Unser Ziel ist Villa de Leyva ein kleines Städtchen, welches besonders schön sein soll. Die Fahrt dorthin ist nicht besonders schön, da nerviger Verkehr und haarstäubende Überholmanöver der Trucks jederzeit zu besonderer Vorsicht veranlassen und an ein entspanntes Vorrankommen nicht zu denken ist. Eigentlich wollten wir hier eine Wanderung im nahegelegenen Nationalpark machen, aber dort will man umgerechnet rund $30 für den Eintritt und das Parken der Bikes haben. Das ist definitiv zu viel für eine Wanderung.
 
Da wir die gesamte Strecke nach Medellín, die uns durch die Berge von Santander führt, an einem Tag nicht schaffen, machen wir einen Stopp auf halber Strecke. Da wir an Höhe verloren haben, macht uns die Hitze hier wieder mehr zu schaffen. Bei der Zimmersuche handelt Ulli die geschäftstüchtige Frau, namens Flor, von 40.000 auf 20.000 Kolumbianische Pesos runter, was etwas mehr als 6 Euro sind. Für den Preis bekommen wir 2 Zimmer mit je einem Bett. Ein wenig wundert sie sich, dass wir ausgerechnet hier anhalten. Normalerweise stoppen hier nur Trucker, wenn sie es wegen der hereinbrechenden Nacht nicht mehr weiter schaffen. Das Gespräch vertieft sich und sie fragt uns, ob sie uns ein wenig das Dorf zeigen soll. Gern nehmen wir ihr Angebot an und besuchen unteranderem ihre Nichte auf einem Bauernhof mit Truthähnen und Pferden. Dort erzählt sie uns auch, dass es nicht allzu weit von hier einen schönen Wasserfall gibt. Deshalb beschließen wir noch einen Tag länger zu bleiben und den Wasserfall am nächsten Tag zu suchen. Hierbei schließen sich Flor und zwei Nachbarskinder mit an, da es für uns unmöglich ist den Wasserfall alleine zu finden. Wanderwege und Wegmarkierungen gibt es hier nicht. Wir verbringen einen sehr interessanten Tag mit den dreien, baden unter zwei Wasserfällen, schlagen uns durch dichtbewachsenen Dschungel, besuchen eine Finka, auf der Flor 35 Jahre lang gelebt hat (keine Straße nur ein kleiner Pfad führt zu diesem Ort) und finden große versteinerte Fossilien. Ein rundum gelungener Tag. Das hätten wir gestern nicht gedacht, als wir hier für eine Übernachtung angehalten sind.
 
Wieder zurück kochen wir für Flor und uns Pasta zum Abendessen. Flor zeigt auf die Oliven die wir für die Soße verwenden und fragt ob das Fleisch sei. Ulli versucht ihr zu erklären, dass es sich hierbei um die „Frucht“ handelt, mit der James Bond seine Drinks verfeinert. James Bond kennt sie auch nicht. Da uns der letzte Tag sehr gefallen hat, denken wir uns, dass wir ihr etwas mehr geben, als sie ursprünglich für die Übernachtungen und das Essen veranschlagt hatte. Zu unserer Überraschung kommt sie aber kurz darauf zu uns zurück und fragt, ob wir nicht noch freiwillig etwas mehr Geld für den letzten Tag geben wollen. Ihr ist dies sichtlich unangenehm und wir gehen davon aus, dass diese Aktion von ihrem mürrischen Ehemann ausgeht. Wir zücken noch einmal die Geldtasche, warum wissen wir selbst nicht und sind etwas enttäuscht, dass es am Ende wieder auf so etwas hinausläuft.
 


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Kolumbien und seine Überraschungen (1)

20.07.2015

Nachdem wir uns langsam wieder an den festen Boden unter unseren Füßen gewöhnt haben, müssen wir uns auch schon eine neue Unterkunft suchen. Zum Glück hat Ulli bereits in Panama ein nettes Hostel ausfindig gemacht und gebucht. Hostels findet man in Cartagena zwar viele, aber der Extraplatz für die Bikes stellt sich oftmals als eine Herausforderung heraus. Und da nicht nur wir dieses Problem haben, sondern auch einige andere Mitreisende, fahren wir quasi im Konvoi zum „Casa Torices Real“, dem bereits im Voraus gebuchten Hostel. Vorerst im Taxi, da wir die Bikes erst am nächsten Tag abholen können.

Diana, die Chefin des Hauses, empfängt uns in ihrem Hostel äußerst herzlich und sorgt dafür, dass es uns an nichts fehlt. So etwas sind wir schon lange nicht mehr gewöhnt. Es wurde oftmals nur erwartet, dass Touristen viel bezahlen, möglichst ohne etwas dafür tun zu müssen. Am nächsten Tag schleusen wir die Motorräder durch den Zoll und versichern sie anschließend. Dies klingt hier einfacher als es war, wir sind schließlich immer noch in Lateinamerika. Das heißt also 2 Stunden warten auf unseren Versicherungsagenten (hätte er nicht unsere Dokumente, hätten wir alles schon selbst erledigt, bevor er ankam und wie sollte es anders sein, die Dokumente waren meistens auch noch fehlerhaft ausgestellt). Nachdem aber alles irgendwann geschafft ist, finden nun nicht wie geplant vier Bikes sondern insgesamt neun (später 11) Motorräder im Hostel Platz. Allerdings mussten wir ein wenig auf Eli warten, da wir ihn während der Fahrt zum Hostel verloren haben und er dann einige Stunden umhergeirrt ist.

In den einladenden Gemeinschaftsraum des Hostels lassen wir die Zeit auf der Stahlratte Revue passieren und unterhalten uns über unsere Reisen und Erfahrungen.
Da wir uns hier in einer geschichtsträchtigen Stadt befinden, welche 1533 gegründet wurde, gehört ein kleiner Stadtbummel auch zu unserem Tagesprogramm. Viele Reisende sagten uns bereits im Vorfeld, dass Kolumbien zu ihren liebsten Reisezielen gehört. Dies liegt vermutlich auch daran, dass sich das Land gerade erst im „Aufbruch“ befindet, was den Tourismus angeht. Vermutlich ist es die bisher noch erhaltene Natürlichkeit, was dieses Land wohl sehr liebenswert macht. Nicht vergessen sollte man auch den Umstand, dass bis vor wenigen Jahren der Kampf zwischen der Regierung und der FARC (eigentlich F.A.R.C.-E.P. (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia – Ejército del Pueblo – Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens – Volksarmee)) in vielen Teilen des Landes den Tourismus unmöglich machte. Entführungen und Kampfhandlungen waren an der Tagesordnung. Die Situation hat sich deutlich verbessert und dies merkt man auch den Einwohnern Kolumbiens an, die nun erkennen welche Möglichkeiten ihnen jetzt offenstehen. Es ist wie im Frühling kurz vor dem Erblühen eines ganzen Landes.

Zu acht verlassen wir am Donnerstag unser Hostel. Heather und Matt begleiten uns ein Stück auf dem Weg nach Barranquilla. Sie besuchen einen Matschvulkan in dem man sitzen und entspannen kann. Wir (Joey, Daniel, Catharine und Less, die beiden Kanadier) fahren weiter nach Barranquilla, denn dort wartet Post auf uns. Joey und Daniel sollen ein paar Ersatzteile und wir unsere neue Kreditkarte bekommen, als Ersatz für die in Nicaragua gestohlene. Auf dem Weg dahin fängt es so stark an zu regnen, dass wir auch unsere Regensachen überziehen. Je näher wir der Stadt kommen umso mehr regnet es, aber die Regenkleidung hält uns zum Glück halbwegs trocken. Beim Warten an roten Ampeln versucht mir ein Taxifahrer etwas zu erklären, was mit dem Regen zu tun hat. Leider verstehe ich ihn aufgrund meiner mangelnden Spanischkenntnisse, dem Geräuschpegel der Straße und dem Regen nur sehr schlecht. Es hat irgendwas mit dem Regen zu tun. Ich meine nur, dass wir bei dem Regen ohne Probleme fahren können und dann ist die Ampel auch schon grün und wir fahren weiter.
Es hat den Anschein, dass mit jedem Meter den wir weiter ins Innere der Stadt fahren, der Regen zunimmt und das Regenwasser auf der Straße höher wird. Die paar Zentimeter sind zwar noch lange kein Problem, aber mit jedem Stopp an einer Ampel und dem damit verbundenen Fuß abstellen, hat man das Gefühl, dass der Wasserpegel rasant ansteigt.

Irgendwann ist es dann so weit. Joeys BMW kommt nicht weiter. Das Wasser auf der Kreuzung ist mittlerweile so hoch, dass wir nicht mehr sehen können ob etwas vor uns liegt oder z.B. Gullideckel offen sind. Daniel konnte sein Bike abstellen und kommt ihr schon zu Hilfe. Auch wir versuchen unsere Motorräder abzustellen, dies ist jedoch schwieriger als gedacht. Das Wasser schießt nun förmlich von der Nebenstraße auf die Kreuzung und macht das Lenken unmöglich. Deutlich höher als die Motorradstiefel ist das Wasser nun schon. Zum Glück unterstützen mich zwei Anwohner und später auch Daniel dabei, meine Tenere auf die andere Seite der Straße zu bekommen. Es ist kaum möglich den Lenker gerade zu halten, so stark drück das Wasser gegen das Vorderrad. Ich bin froh, dass mich die Wassermassen nicht komplett zur Seite drücken. Geschafft! Mit vereinten Kräften bringen wir nun Bike für Bike auf den „trockenen“ Fußweg. Alle Bikes sind in Ordnung und niemand ist zu Schaden gekommen. Nachdem wir später im Internet einige Videos sehen, in denen unter anderem Autos und sogar Busse von den Wassermassen weggeschwemmt werden, merken wir wie viel Glück wir in dieser Situation hatten. Erst recht als wir später erfahren, dass in der Stadt ein Jugendlicher von der Strömung mitgerissen wurde und verstarb.

„Arroyos“ wird das Problem mit den Wassermassen genannt und dieses ist auf ein schlechtes bzw. fehlendes Abwassersystem zurückzuführen. Jedes Jahr in der Regenzeit wird durch die Niederschläge die gesamte Stadt lahmgelegt. Das war es wohl, was der Taxifahrer mir versucht hat zu erklären.

Wir bleiben einen Tag länger als geplant, um unsere Sachen zu trocknen. Daniel und Joey brechen trotzdem auf, kommen aber nach ein paar Stunden wieder, da sie nicht aus der Stadt herauskommen. Das Verkehrschaos und die lateinamerikanische Art Probleme zu lösen, machen eine Abreise selbst mit Motorrädern unmöglich, da sich Autos auch in die kleinste Lücke zwängen und glauben so schneller voranzukommen.

Wir brechen am nächsten Morgen nach Minca auf. Hier hoffen wir auf eine Abkühlung, denn in Küstennähe auf Meereshöhe wird es uns langsam zu warm. Da kommt uns das ein wenig höher gelegene Örtchen gerade recht. Da es auch hier leider nicht sonderlich kühler ist, brechen Joey und Daniel am nächsten Tag wieder auf und versuchen im Süden noch weiter an Höhe zu gewinnen. Wir hingegen erkunden mit Less und Catharine die Gegend, besuchen einen Wasserfall, trinken in einer „alternativen“ Kaffeestube Tee und Kaffee, und beobachten dabei Kolibris. Den Rest des Tages lassen wir entspannt in der Hängematte ausklingen.


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